Nach dem Fall Kalmans erreichten die Helden gemeinsam mit Flüchtlingen und Verbündeten die Burg Beranborg. Dort hatte sich das geschlagene Expeditionsheer von Stinnenland nach seiner Niederlage in der Krähenmark gesammelt. Die Lage des Landes erschien düster, Schatten zogen über das Herzogtum Stinnenland.
Im Süden erhob sich ein Heer von Untoten unter dem Todesritter Garrett, Orkhorden verwüsteten die Grenzregionen, und der Schweineprinz hielt weiterhin die eroberte Stadt Kalman besetzt.
In Beranborg kamen die verbliebenen Anführer Stinnenlands zusammen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Unter ihnen befanden sich Lord Elmure Hangost und Lady Livia Arandur, deren bevorstehende Vermählung als seltenes Zeichen der Hoffnung in einer Zeit voller Krieg und Verlust galt. Die Hochzeit wurde auf der Burg feierlich vollzogen und sollte die Bande zwischen den
Adelshäusern stärken.
Doch die Hoffnung währte nur kurz. Während eines Treffens der führenden Adligen eskalierte ein lange schwelender Konflikt zwischen Haus Hangost und der Familie Thuron. Vor den Augen der Anwesenden erhoben die Thurons schwere Vorwürfe gegen die Herrschaft der Hangosts und machten sie für die militärischen Niederlagen, das Leid der Bevölkerung und den drohenden Zusammenbruch Stinnenlands verantwortlich.
Die Anschuldigungen mündeten in offenen Verrat. Inmitten des Streits wurde Lord Elmure Hangost hinterrücks ermordet. Unmittelbar darauf übernahmen die Verschwörer die Kontrolle über die Burg, ließen die Tore verriegeln und befahlen die Gefangennahme von Lady Livia sowie die Tötung aller Zeugen.
Die Helden gerieten dadurch selbst ins Visier der Verräter. Gemeinsam mit der frisch verwitweten Lady Livia kämpften sie sich durch die Burg, entkamen ihren Verfolgern über Dächer und Mauern und stellten sich schließlich den letzten Verteidigern der Thurons im Burghof. Trotz der Übermacht gelang ihnen die Flucht aus der Festung.
Mit der Rettung Lady Livias verhinderten die Helden nicht nur den vollständigen Erfolg des Komplotts, sondern bewahrten auch eine wichtige Verbündete des Hauses Hangost vor Gefangenschaft oder Tod. Gleichzeitig verloren sie jedoch einen bedeutenden Anführer, denn mit Elmure Hangost fiel einer der letzten Hoffnungsträger Stinnenlands.
Nach ihrer Flucht mussten die Überlebenden erkennen, dass sich die Lage des Landes weiter verschlechtert hatte. Die Bedrohung durch Orks, Untote und den Schweineprinzen bestand unverändert fort, während nun auch ein offener Machtkampf innerhalb des Adels ausgebrochen war. Der Verrat von Beranborg markierte damit den Beginn einer neuen Phase des Konflikts, in der
niemand mehr sicher sein konnte, Freund von Feind unterscheiden zu können.
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